Mitgliederversammlung 2018

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Am vergangenen Freitag fand bei der Feuerwehr Neuenhaus die Jahreshauptversammlung statt. Bis auf den letzten Platz war der Versammlungsraum im Feuerwehrhaus besetzt. Unter anderem ein Erfolg der der beiden Infotage. Um weiteres Personal für die ehrenamtliche Arbeit zu gewinnen, hatte man diese im Frühjahr 2017 veranstaltet. Fünf neue Mitglieder konnten dadurch gewonnen werden. Aber auch aus der Jugendfeuerwehr kommt Verstärkung für die Einsatzkräfte. Drei Jugendliche traten in den aktiven Dienst über. Darüber hinaus konnte man die Zahl der Doppelmitglieder von zwei auf vier steigern. Die Doppelmitglieder kommen aus anderen Wehren, arbeiten in Neuenhaus und verstärken tagsüber bei Einsätzen die Brandschützer. Mit 50 aktiven Einsatzkräften ist man derzeit gut aufgestellt, wird aber die Nachwuchsarbeit und Personalgewinnung auch in Zukunft fortsetzen.

Über mangelnde Arbeit konnte man sich nicht beklagen. 46 Einsätze galt es zu bewältigen. Wobei Unwetterlagen wie die Sturmtiefs „Xavier“ oder „Sebastian“ als ein Gesamteinsatz geführt werden und nicht jeder runtergefallene Ast einzeln gezählt wird. Mehrfach alarmierten Brandmeldeanlagen zu tatsächlichen Schadensereignissen. Die frühe Erkennung sorgte dafür, dass das Ausmaß sich immer in Grenzen hielt. Alle Einsätze konnten ohne Probleme bewältigt werden. Vielfach unterstützten die umliegenden Wehren in Neuenhaus, ebenso wurde die Neuenhauser Wehr aber auch außerhalb ihres eigenen Löschbezirks angefordert. Guido Schroven, einer der beiden Wehrführer, stellte in einer Präsentation die Einsätze und Aktivitäten des abgelaufenen Jahres vor. Bewährt hat sich das neu beschaffte Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF).

Die Fahrzeugübergabe des HLF im Januar war sicherlich der Höhepunkt im vergangenen Jahr. Es ersetzte einen 32 Jahre alten Gerätewagen. Die gelungene Konzeption des Fahrzeuges wurde bei zahlreichen Einsätzen unter Beweis gestellt. Die Samtgemeinde investierte rund 600.000 EUR. Neben dem HLF in Neuenhaus, bekam auch die Feuerwehr Veldhausen ein solches Fahrzeug. Rat und Verwaltung stehen hinter der Feuerwehr. Durch die steigenden Mitgliederzahlen musste mehr Schutzkleidung als geplant beschafft werden. Kleinere bauliche Veränderungen waren notwendig. Zwischen Feuerwehr und der Samtgemeinde konnten hier schnell Lösungen gefunden und umgesetzt werden. Positiv fasste Wehrführer Christian Bergmann den Plan auf, dass Feuerwehrhaus zu kaufen. Derzeit werden die ehemaligen Bushallen von der Bentheimer Eisenbahn gepachtet. Der Wehr bietet die Unterkunft ein großzügiges Platzangebot und mit der innerstädtischen Lage einen optimalen Standort.

Neuenhaus entwickelt sich sehr gut. Betriebe erweitern, Bauplätze sind begehrt, weitere Gewerbeflächen werden ausgewiesen und zum Ende des Jahres wird der SPNV reaktiviert. Das alles stellt die Feuerwehr vor mehr und teilweise neue Aufgaben. Des Wegen freut sich Christian Bergmann, dass für die Neuerstellung eines Feuerwehrbedarfsplans in diesem Jahr ein Ingenieurbüro beauftragt wird. So können diese Faktoren in die Planung mit einfließen und eine belastbare Handlungsempfehlung für Ausstattung und Ausrüstung erarbeitet werden.

Michael Kramer, erster Samtgemeinderat, dankte den Feuerwehrleuten für ihr Engagement. Die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren ist vertrauensvoll. Aufgaben und Anforderungen seien in einem stetigen Wandel. Mit der Übergabe des HLF hat die Samtgemeinde den Brandschützern ein wertvolles Mittel zur Bewältigung von Einsätzen übergeben. Zum Abschluss seiner Grußworte hieß er die neuen Mitglieder noch einmal Willkommen. Kreisbrandmeister Uwe Vernim freut sich auf des 125-jährige Jubiläum der Feuerwehr Neuenhaus. 1893 fanden sich engagierte Bürger um Schutz und Hilfe in Neuenhaus zu gewährleisten. Im Juli findet dazu ein Festwochenende statt. Unter anderem werden dort auch die Leistungswettbewerbe der Grafschafter Wehren abgehalten. Weiter berichtete Vernim, dass die Feuerwehrtechnische Zentrale in Nordhorn erweitert wird und die Leitstelle des Landkreises die Software zur Einsatzverwaltung aktualisiert.

Gemeindebrandmeister Christian Patzki schloss sich den Wünschen seiner Vorredner an. „Kommt alle heil aus den Einsätzen nach Hause“, ergänzte er noch. Patzki übernahm auch die Beförderungen. Zuvor wurden Mathis Büscher, Rene Borchard, Eike Hüseman, Oliver Richert und Daniel Witte zu Feuerwehrmann-Anwärtern ernannt. Kilian Löchte, Mats Schneider und Marco Voet bekamen den Dienstgrad Feuerwehrmann verliehen. Tim Löchte, Dennis sowie Dominik Mellendorf wurden zu Oberfeuerwehrmännern befördert. Der Förderverein überreichte Klaus Menzel und Michael Tausch das Jahresabo für eine Feuerwehrzeitschrift. Beide waren am häufigsten zu den Dienstabenden erschienen.

 

Guido Schroven (rechts) und christian Bergmann (2. von rechts) ernannten fünf Mitglieder zu Feuerwehrmann-Anwärtern. (Die Uniformen für die neuen Kameraden sind in der Beschaffung.) jhv1 
 jhv2  Gemeindebrandmeister Christian Patzki (rechts) und sein Stellvertreter Joachim Albers ernannten  Kilian Löchte, Dennis und Dominik Mellendorf zu Oberfeuerwehrmännern.

 Von Heinz-Bernd Voet (Mitte) bekamen Klaus Menzel und Michael Tausch ein Jahresabo für eine Feuerwehrzeitschrift. Sie waren an häufigsten am Dienstabend anwesend.

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Gruppenbild der Geehrten, Beförderten, Ehrengäste und Funktionsträger.